Themenreihe „Industrial digital transformation“

Digitalisierung: Industrie 4.0, IoT oder IIoT – Was ist der Unterschied?

Industrie 4.0, IoT, IIoT
Industrie 4.0, IoT, IIoT

In der Industrie schreitet die Digitalisierung unermüdlich voran. Drei Begriffe der digitalen Transformation sind hierbei in aller Munde: Industrie 4.0 (die vierte industrielle Revolution), IoT (Internet of Things – das Internet der Dinge) sowie IIoT (Industrial Internet of Things – das industrielle Internet der Dinge). Irrtümlicher Weise werden diese Begriffe oft synonym verwendet.

I40, IoT und IIoT im Überblick

Die Begriffe Industrie 4.0 (I40), Internet der Dinge (IoT) und Industrial Internet of Things (IIoT) erfassen dieselbe Entwicklung des digitalen Fortschritts und konzentrieren sich auf die steigende Vernetzung und Automatisierung der Produktion, IT-Landschaften und Daten. Die Begriffe haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Was ist der Unterschied?

Definition Industrie 4.0:

Bei dem Begriff Industrie 4.0 steht aus unserer Sicht die digitale Vernetzung von Menschen, Produkten und Maschinen im Vordergrund. Gesamtheitlich gesehen geht es um jegliche Wertschöpfungsprozesse in Smart Factories. Der zentrale Gedanke befasst sich hierbei mit der effizienteren Produktion. Stark automatisierte und vernetzte Maschinen und Anlagen, die durch Netzwerkressourcen und Schnittstellen sich selbst und ihre Umgebungen überwachen, bilden die Basis der Smart Factory. In diesem Zusammenhang wird auch oft über Machine-to-Machine (M2M)-Kommunikation gesprochen. Ein wesentlicher Punkt ist hier die vertikale und horizontale Integration von Software, Daten und Sensoren sowie ein durchgängiges Engineering.

Definition IoT:

Das Internet der Dinge beschreibt die verbraucherorientierte Nutzung digitalisierter und vernetzter Produkte und Geräte. Beispielsweise sind Unterhaltungselektronik, Fahrzeuge und viele andere Gegenstände aus dem Alltag gemeint, die Informationen über ihre Benutzer, zur Nutzung der Produkte oder etwa zur Umgebung, sammeln. Die gesammelten Informationen eines Gerätes werden beispielsweise zur Verbesserung der Geräteleistung verwendet oder können als Grundlage für weitere intelligente Dienste genutzt werden.

Definition IIoT:

Vom IoT angetrieben verbindet sich die reale und die virtuelle Welt zu einem industriellen Internet der Dinge. Das Industrial Internet of Things (IIoT) bezeichnet die industrielle Ausprägung des Internet of Things (IoT). Während es sich bei dem IoT um die verbraucherorientierte Umgebung handelt, konzentriert sich das Industrial Internet of Things (IIoT) auf das produzierende industrielle Umfeld.
Ziele des IIoT sind u.a. Kostensenkungen in der Produktion, optimierte und schnellere Prozesse oder auch die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. Das industrielle Internet der Dinge beeinflusst die Wettbewerbsfähigkeit positiv, fördert das Wachstum und sichert die Zukunft des Unternehmens.
Das IIoT verbindet die Bereiche, die im industriellen Umfeld bereits nebeneinander existieren, wie die IT, Big Data, M2M-Kommunikation sowie weitere Automatisierungstechnologien. Für die Vernetzung der Anlagen, Maschinen und Sensoren, werden die verschiedensten Schnittstellen, wie beispielsweise OPC UA oder auch MQTT, genutzt. Für die Verarbeitung werden externe Cloud-Lösungen oder eine eigene Unternehmens-Cloud (On Premises) verwendet.

Fazit

Das IIoT entwickelt sich für produzierende Unternehmen zu einem wichtigen Meilenstein der digitalen Transformation. Innovatoren, die früh den Mehrwert von IIoT für sich entdecken, werden von geringeren Kosten profitieren, produktiver sein und zufriedenere Mitarbeiter und Kunden besitzen, die die Vorzüge der Digitalisierung genießen. Das Potenzial ist groß – gewiss ist, dass die digitale Transformation die Fertigungsindustrie verändern wird. Unternehmensweite Prozesse werden zukünftig smarter sein.